Alexa im Hotel? Datenschutzrechtlich keine gute Idee

Smarte Lautsprecher erfreuen sich durchaus wachsender Beliebtheit. Bereits jeder 10. Deutsche benutzt sie. Wer sie im Privaten nutzt, hat diese Entscheidung auch selbst getroffen. Doch erste Hotels denken nun √ľber den Einsatz smarter Lautsprecher nach. Ob im Hotelzimmer oder – wie die AHGZ gerade berichtete – um dem Fachkr√§ftemangel entgegen zu wirken als Unterst√ľtzung f√ľr die Mitarbeiter. Datenschutzrechtlich bedenklich, wie jetzt ein Test der Stiftung Warentest zeigt.

Alle smarten Lautsprecher haben Mängel beim Datenschutz

Im gerade ver√∂ffentlichten Test wurden insgesamt 18 smarte Lautsprecher getestet. Dabei wurde auch das Datensendeverhalten bewertet und die AGB, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerkl√§rungen auf M√§ngel √ľberpr√ľft.

Keiner der smarten Lautsprecher erreichte in Sachen Datenschutz eine bessere Note als „befriedigend“. Der Test kommt zu dem Ergebnis, dass die Anbieter grundlegende Prinzipien der DSGVO nicht angemessen umsetzen.

Wer ein solches Ger√§t nutze, gebe „einen geh√∂rigen Teil seiner Privatsph√§re auf“, so das Fazit der Tester. Je intensiver ein smarter Lautsprecher genutzt werde, desto mehr verrate der Nutzer √ľber sich, u.a. auch biometrische Informationen, die √ľber die Stimme transportiert werden.

Vom Einsatz smarter Lautsprecher im B√ľro oder gar im Hotelzimmer ist datenschutzrechtlich also eher abzuraten.


Hinweis: Die Datenschutz-News dienen lediglich dem unverbindlichen Informationszweck, stellen keine Rechtsberatung dar und verstehen sich somit ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

(Foto: Thomas Hendele Fotografie)

2019-04-03T21:03:50+02:009. April 2019|